Stricken und Weben, der Unterschied
Sep 12, 2026
Kurze Antwort: Gestrickter Stoff besteht aus Maschen und ist elastisch, während gewebter Stoff aus sich kreuzenden Fäden besteht und fest ist. Fast alle Bambuskleidung im Sortiment ist gestrickt, weil sie weich sein und dem Körper folgen soll.
Strick gibt Dehnung
Ein gestrickter Stoff besteht aus Garn, das in Schlaufen gelegt ist, die ineinandergreifen. Die Schlaufen können sich zusammenziehen und dehnen, und deshalb folgt der Stoff dem Körper, wenn du dich bewegst. Aus diesem Grund sind T-Shirts, Unterwäsche und Tops fast immer gestrickt. Die gestrickten Basics findest du bei den Bestsellern für Herren.
Weben gibt Form
Gewebter Stoff besteht aus zwei Fadensystemen, die sich im rechten Winkel kreuzen. Das ergibt einen Stoff mit fast keiner Dehnung, der eine feste Form hält. Er wird für Hemden, Hosen und Jacken verwendet, bei denen klare Linien gewünscht sind. Für weiche Artikel, die eng am Körper liegen, eignet sich Gewebe weniger, etwa beim Bambus-BH, wo Dehnung entscheidend ist.
So erkennst du den Unterschied
Zieh den Stoff vorsichtig in der Breite. Gibt er nach und springt zurück, ist er gestrickt. Tut er das nicht, ist er gewebt. Du kannst auch genau auf die Oberfläche schauen, denn Strick zeigt kleine V-förmige Maschen und Gewebe ein feines Fadenkreuz. Auch die Kante verrät es, weil Gewebe ausfranst und Strick sich einrollt. Die gestrickten Qualitäten findest du bei Sweatwear aus Bambus.
Komfort im Alltag
Weil Strick nachgibt, fühlt es sich angenehmer an, darin zu sitzen, sich zu bücken und nach etwas zu greifen. Der Stoff geht mit, statt zu spannen. Das macht Strick ideal für Kleidung, die du den ganzen Tag trägst, und für Nachtwäsche. Gewebter Stoff kann steifer wirken, behält dafür aber seine Form, ohne auszuhängen, was gut zu formeller Kleidung passt.
Knitter und Falten
Strick knittert in der Regel weniger als Gewebe. Wenn die Maschen gedrückt werden, geben sie nach und finden zurück, während ein gewebter Stoff leichter scharfe Falten bekommt. Deshalb kann ein gestricktes Kleidungsstück oft direkt vom Wäscheständer angezogen werden. Ein gewebter Stoff braucht häufig ein Bügeleisen, bevor er wieder ordentlich aussieht.
Passform und Größe
Ein gestrickter Stoff gibt dir bei der Größe mehr Spielraum, weil er sich etwas dehnen kann. Ein gewebtes Hemd muss dagegen genauer passen, da der Stoff nicht nachgibt. Liegst du beim Strick zwischen zwei Größen, kannst du oft danach wählen, ob du eine enge oder lockere Passform bevorzugst. Beim Gewebe solltest du nach deinen Maßen wählen.
Strick waschen
Strick verträgt am besten eine schonende Wäsche bei 30 oder 40 Grad. Heiße Wäsche und Trockner können die Maschen zusammenziehen, sodass der Stoff einläuft. Leg schwere Strickteile wie Sweat zum Trocknen flach hin, damit sie sich nicht durch ihr eigenes Gewicht ausdehnen. Leichterer Strick kann auf einem Bügel hängen, wenn dieser breit genug für die Schultern ist.
Gewebten Stoff waschen
Gewebter Stoff läuft in der Breite meist weniger ein, kann in der Wäsche aber stärker knittern. Nimm ihn sofort aus der Maschine, schüttle ihn aus und häng ihn auf, dann musst du weniger bügeln. Viele gewebte Stoffe vertragen etwas höhere Temperaturen als Strick, aber schau immer auf das Pflegeetikett. Es ist die sicherste Anleitung für das einzelne Kleidungsstück.
Häufig gestellte Fragen
Knittert Strick weniger als Gewebe
Ja, in der Regel. Die Maschen im Strick geben nach, wenn sie gedrückt werden, statt wie die Fäden in einem Gewebe zu knicken, und sie finden schneller in ihre Form zurück.
Warum ist Sweat auch gestrickt
Weil er der Bewegung folgen muss. Sweatstoff ist einfach ein dickerer Strick mit einer weichen oder angerauten Rückseite, die wärmt und sich angenehm auf der Haut anfühlt.
Kann gestrickter Stoff dauerhaft ausleiern
Ja, vor allem ohne Elasthan und bei starker Beanspruchung. Mit Elasthan zieht er sich zurück, und flaches Trocknen hilft ebenfalls, die Form zu bewahren.



