Wie wird Bambus zu Garn
Sep 12, 2026
Kurze Antwort: Bambus wird geerntet, zerkleinert und zu einer Masse gekocht. Die Masse wird gelöst, durch feine Löcher gepresst und zu langen Fäden, die zu Garn gesponnen werden. Es ist dasselbe Grundverfahren wie bei anderen Viskosefasern, und es erklärt, warum der Stoff so glatt und weich wird.
Vom Stängel zur Masse
Die Bambusstängel werden in kleine Stücke gehackt und gekocht, bis die Zellulose vom Rest der Pflanze getrennt ist. Zellulose gibt der Pflanze ihre Struktur und wird später zum Faden. Es ist dasselbe Grundprinzip wie bei anderen Viskosefasern, bei denen eine Pflanze erst zerlegt und dann neu aufgebaut wird, siehe Pullover aus Bambus für Damen.
Die Masse wird gelöst
Ist die Zellulose abgetrennt, wird sie zu einer dicken, gleichmäßigen Masse gelöst. Dabei verschwindet die ursprüngliche Faserform der Pflanze vollständig. Genau das macht Bambusviskose zu einer regenerierten Faser. Der Rohstoff bleibt derselbe, bekommt aber eine neue Form. Das unterscheidet sie von Naturfasern wie Baumwolle und Leinen.
Von der Masse zum Faden
Die Masse wird durch eine Düse mit Tausenden kleiner Löcher gepresst und erstarrt zu langen, gleichmäßigen Filamenten. Jedes Loch ergibt einen dünnen Faden, und weil die Löcher rund und gleich sind, werden die Fäden glatt und ohne Knoten. Dieser glatte Faden findet sich in allem von Sweatwear bis zu dünnen Tops.
Warum der Faden so glatt wird
Eine Naturfaser hat kleine Unebenheiten und kurze Enden, die abstehen. Ein regenerierter Faden wird in einer langen, gleichmäßigen Form ausgepresst. Es gibt keine Knoten und kaum Unterschiede in der Stärke. Liegen viele solcher Fäden dicht im Garn, wird die Oberfläche glatt und kühl, und der Stoff fusselt weniger.
Vom Faden zum Garn
Die langen Filamente werden geschnitten oder gebündelt und zu Garn versponnen. Das Garn kann dünn oder dick sein, je nachdem, wofür der Stoff gedacht ist. Ein dünnes Garn ergibt einen leichten, glatten Stoff für Tops und Unterwäsche. Ein dickeres Garn ergibt einen weichen, vollen Stoff für Sweatshirts und Hosen.
Vom Garn zum Stoff
Das Garn wird anschließend zu Jersey, Rippstrick oder Interlock gestrickt. Jersey ist auf einer Seite glatt und wird für T-Shirts und Tops verwendet. Rippstrick hat senkrechte Rippen und mehr Dehnung, was zu Bündchen passt. Interlock ist doppelt gestrickt und etwas dicker. Verschiedene Strickarten finden Sie bei Kleidung aus Bambus für Damen.
Wie lange es dauert
Vom geernteten Stängel bis zum fertigen Garn dauert es in der Regel einige Tage, je nach Aufbau der Fabrik und Feinheit des Fadens. Danach folgen Stricken, Färben und Nähen, was ebenfalls Zeit braucht. Der Weg von der Pflanze zur fertigen Kleidung ist also länger, als viele denken.
Was das Verfahren für Sie bedeutet
Das Verfahren ist der Grund, warum sich Bambusviskose glatt, weich und kühl auf der Haut anfühlt. Die gleichmäßigen Fäden ergeben einen ruhig fallenden Stoff, der dem Körper folgt. Zugleich braucht der Stoff eine schonende Wäsche, weil die Fasern nass am empfindlichsten sind. Trocknen Sie die Kleidung auf dem Bügel.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert das Verfahren
Vom geernteten Stängel bis zum fertigen Garn dauert es meist einige Tage, je nach Aufbau der Fabrik und Feinheit des Fadens. Stricken und Nähen kommen hinzu.
Warum wird der Faden so glatt
Weil er durch ein rundes Loch gepresst wird und in einer langen, gleichmäßigen Form ohne Knoten und Unterschiede erstarrt. Das ergibt eine glatte, kühle Oberfläche.
Sieht man dem Stoff an, wie er hergestellt wurde
Nicht mit bloßem Auge. Ein glatter, gleichmäßiger Stoff ohne Fusseln deutet aber meist auf eine regenerierte Faser hin. Das Etikett gibt Ihnen Gewissheit.



