Wenn die Naht aufgeht
Sep 20, 2026
Kurze Antwort: Näh von links mit kleinen Stichen und beginne zwei Zentimeter innerhalb der Naht, die noch hält. So entsteht kein schwacher Übergang zwischen alter und neuer Naht, und die Reparatur hält genauso lange wie der Rest.
In der intakten Naht beginnen
Beginnst du genau dort, wo die Naht aufgegangen ist, wird der Übergang zur schwächsten Stelle, und die Naht geht leicht an derselben Stelle wieder auf. Näh stattdessen ein paar Zentimeter in die alte Naht hinein, bevor du über das offene Stück weitermachst. Das gilt auch für ein Bambus Sweatshirt für Damen, dessen Seitennähte beim Heben der Arme stark beansprucht werden.
Die richtige Nadel und das richtige Garn
Eine dünne Nadel und Nähgarn in der Farbe der Naht sind alles, was du brauchst. Wähl gern ein Polyestergarn, denn es ist reißfest und etwas elastisch. Schneid ein Stück von etwa einem halben Meter ab, damit sich der Faden beim Nähen nicht verheddert. Ist er zu lang, scheuert er unterwegs und wird schwächer.
Elastische Stiche bei Strick
Ein gerader Stich reißt, wenn der Strick gedehnt wird, während ein Zickzack oder ein Rückstich mitgeht. Nähst du von Hand, ist der Rückstich die haltbarste Wahl, weil jeder Stich den vorherigen überlappt. Das gilt für alle Strickteile aus den Bestsellern für Damen, bei denen der Stoff nachgeben muss, wenn du dich bewegst.
So nähst du einen Rückstich
Stich die Nadel durch den Stoff nach oben, mach einen kleinen Stich zurück und komm ein Stück vor dem ersten wieder heraus. Wiederhole das, sodass die Stiche dicht in einer Linie ohne Lücken liegen. Halte die Stiche bei zwei bis drei Millimetern. Kleine Stiche halten besser, fallen weniger auf und gehen mit, wenn der Stoff gedehnt wird.
An beiden Enden vernähen
Drei Stiche übereinander an jedem Ende verhindern, dass die Naht wieder aufgeht. Hör auch am anderen Ende zwei Zentimeter innerhalb der intakten Naht auf, damit beide Übergänge stabil sind. Das gilt auch für einen Bambus Hoodie für Damen, bei dem Taschen und Armlöcher im Alltag oft am stärksten belastet werden.
Den Rest der Naht prüfen
Wenn eine Naht an einer Stelle aufgegangen ist, kann das ein Zeichen sein, dass der Faden auch anderswo schwach ist. Zieh vorsichtig entlang der ganzen Naht und achte auf lose Stiche. Es ist leichter, jetzt ein paar Zentimeter zu verstärken, als später eine lange Naht neu zu nähen, wenn sie an mehreren Stellen aufgegangen ist.
Vorsicht beim Waschen und Trocknen
Eine frische Reparatur verträgt am besten eine schonende Wäsche. Dreh das Teil auf links und wring es nicht kräftig aus. Lass es auf einem Bügel oder flach liegend trocknen. Starker Zug im nassen Zustand belastet die Nähte am meisten, deshalb gibt eine ruhige Behandlung in den ersten Wäschen der Reparatur die besten Bedingungen.
Wann die Schneiderei besser ist
Ist der Stoff neben der Naht selbst gerissen oder handelt es sich um eine Naht mit mehreren Lagen, lässt sich das von Hand oft schwer sauber lösen. Eine Schneiderei kann den Stoff verstärken und mit der Maschine nähen, damit das Ergebnis hält. Eine normale Seitennaht oder Ärmelnaht schaffst du in der Regel gut selbst.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert es
Etwa eine Viertelstunde für eine zehn Zentimeter lange Seitennaht. Beim ersten Mal dauert es etwas länger, aber mit etwas Übung geht es schnell.
Braucht man eine Nähmaschine
Nein, Handstiche halten gut, wenn sie klein und dicht sind. Eine Nähmaschine ist schneller, aber für eine kurze Naht nicht nötig.
Warum ist die Naht aufgegangen
Meist, weil das Fadenende in der Produktion nicht richtig vernäht wurde. Es kann auch daran liegen, dass die Naht stark gezogen wurde.



