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Vom Bambushalm zur spinnbaren Masse

Kurze Antwort: Bambus wird geerntet, zerkleinert und chemisch zu einer dicken Masse gelöst, die durch feine Düsen gepresst wird und zu langen Fasern erstarrt. Es ist derselbe Grundprozess wie bei jeder Viskose, und deshalb steht auf dem Etikett Viskose.

Der Rohstoff ist ein Gras

Bambus ist kein Baum, sondern ein schnell wachsendes Gras. Die Halme werden geerntet, solange sie noch relativ frisch und saftig sind, weil sie sich dann leichter verarbeiten lassen. Die Pflanze treibt aus den Wurzeln wieder aus, das Feld muss also nicht jedes Mal neu bepflanzt werden. Dieser Rohstoff steckt hinter Modellen wie dem Langarmshirt aus Bambus und dem übrigen Sortiment.

Vom Halm zu kleinen Stücken

Nach der Ernte werden die Halme in kleinere Stücke geschnitten und zu einer groben Masse zerkleinert. Je gleichmäßiger die Stücke sind, desto leichter lassen sie sich im nächsten Schritt gleichmäßig lösen. Man kann es mit dem Schneiden von Gemüse für eine Suppe vergleichen: kleine, gleiche Stücke ergeben ein gleichmäßigeres Ergebnis. Hier wird das Material für die chemische Behandlung vorbereitet.

Lösung zu einer sirupartigen Masse

Das zerkleinerte Material wird in einer chemischen Flüssigkeit gelöst, bis eine dicke, sirupartige Masse entsteht. In diesem Stadium erinnert nichts mehr an eine Pflanze. Die Masse muss ganz glatt und ohne Klumpen sein, sonst werden die Fasern später ungleichmäßig. In diesem Schritt wird aus dem Rohstoff Bambus ein hergestelltes Material, das sich frei formen lässt.

Ausfällung durch feine Löcher

Die flüssige Masse wird anschließend durch eine Platte mit vielen feinen Löchern gepresst. Die Strahlen laufen in ein Bad, in dem sie aushärten und zu festen Fäden werden. Das Ergebnis ist eine lange, glatte Faser, die auf die gewünschte Länge geschnitten werden kann. Aus dieser Faser entsteht später Garn, etwa für Bambussocken für Männer und Frauen.

Warum die Faser so weich wird

Weil die Faser in einem Bad entsteht und nicht in der Natur wächst, bekommt sie eine sehr glatte und gleichmäßige Oberfläche. Es gibt weniger kleine Schuppen und Unebenheiten als bei vielen Pflanzenfasern. Das ist ein Grund, warum sich Bambusviskose weich und kühl auf der Haut anfühlt. Die Weichheit kommt also aus der Herstellung und nicht nur aus der Pflanze selbst.

Deshalb heißt es Viskose

Die Faser ist hergestellt und im botanischen Sinn nicht natürlich. Der Rohstoff ist Bambus, aber der Faden selbst entsteht durch einen chemischen Prozess. Deshalb steht auf dem Etikett Viskose aus Bambus und nicht einfach Bambus. Das gilt auch für unsere Unterhosen aus Bambus, bei denen das Etikett genau sagt, was die Faser ist und woher sie stammt.

Was das für deinen Alltag bedeutet

Viskose ist ein weiches Material, das etwas schonend behandelt werden will. Wasche bei niedriger Temperatur, verwende ein mildes Waschmittel und vermeide hohe Hitze im Trockner. So behalten die Fasern ihre Form und ihre Oberfläche länger. Lege die Wäsche zum Trocknen flach hin oder hänge sie auf. Kleine Gewohnheiten beim Waschen machen bei der Lebensdauer einen großen Unterschied.

Der ganze Weg im Überblick

Die Reise lässt sich in vier Schritten zusammenfassen: Ernte, Zerkleinern, Lösen und Ausfällen zur Faser. Danach wird die Faser zu Garn gesponnen, das Garn zu Stoff gestrickt und der Stoff zu Kleidung genäht. Jeder Schritt beeinflusst das fertige Ergebnis. Wer weiß, wie die Faser entsteht, versteht leichter, warum sich die Kleidung so anfühlt und wie man sie pflegt.

Häufig gestellte Fragen

Ist Bambusviskose ein Naturmaterial

Der Rohstoff ist natürlich, aber die Faser entsteht durch einen chemischen Prozess. Deshalb heißt sie Viskose und gilt botanisch nicht als Naturfaser, auch wenn sie von einer Pflanze stammt.

Wie lange dauert der Prozess

Von der Ernte bis zur fertigen Faser dauert es in einer zusammenhängenden Anlage meist einige Tage. Danach folgen Spinnen, Stricken und Nähen, die jeweils eigene Zeit brauchen.

Wo wird Bambus für Textilien angebaut

Hauptsächlich in Asien, wo das Klima das ganze Jahr über schnelles Wachstum ermöglicht. Wärme und Feuchtigkeit sorgen dafür, dass die Pflanze nach jeder Ernte rasch nachwächst.

Die Produkte aus diesem Beitrag

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