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Die Chemie der Viskoseproduktion einfach erklärt

Kurze Antwort: Die Zellulose aus der Pflanze wird mit Hilfe von Chemikalien in eine Lösung verwandelt, durch feine Düsen gepresst und in einem Säurebad gehärtet. Danach ist sie wieder reine Zellulose, nur in Form langer Fäden, die zu Garn gesponnen und zu Stoff gestrickt werden können.

Warum überhaupt Chemie nötig ist

Zellulose lässt sich nicht wie Kunststoff schmelzen. Erhitzt man sie, verbrennt sie, statt flüssig zu werden. Sie muss deshalb chemisch gelöst werden, um zu neuen, langen Fasern geformt zu werden. Das gilt unabhängig davon, ob der Rohstoff Bambus, Holz oder eine andere Pflanze ist. Das ist der Kern des Verfahrens hinter den Stoffen der Pullover aus Bambus für Damen.

Von der Pflanze zur reinen Zellulose

Zuerst muss die Zellulose vom Rest der Pflanze getrennt werden. Bambus oder Holz wird zerkleinert und gekocht, sodass Lignin und andere Stoffe, die die Fasern zusammenhalten, entfernt werden. Übrig bleibt eine weiße Masse aus fast reiner Zellulose, die zu Platten gepresst wird. Diese Platten sind der Rohstoff der Faserfabrik und ähneln dickem, grobem Papier.

Die Zellulose wird löslich gemacht

Die Platten werden mit Natronlauge behandelt, wodurch die Zellulose aufquillt und reaktionsfähiger wird. Danach kommt Schwefelkohlenstoff hinzu, der sich an die Zellulose bindet und sie löslich macht. Das Ergebnis ist eine zähflüssige, goldbraune Flüssigkeit, der die Viskose ihren Namen verdankt. Die Flüssigkeit reift eine Weile und wird gefiltert, bevor sie weiterverarbeitet wird.

Was im Bad passiert

Die Lösung wird durch Düsen mit vielen sehr kleinen Löchern in ein Bad mit verdünnter Säure gepresst. Dort reagieren die Chemikalien, und die Zellulose fällt wieder als lange, feste Fäden aus. Die Fäden werden gründlich gewaschen und getrocknet und sind danach bereit zum Spinnen. Chemisch sind sie wieder Zellulose, nur mit neu geordneten Molekülen.

Vom Faden zum Garn

Die langen Fäden können so verwendet oder in kürzere Stücke geschnitten werden, die wie Baumwolle zu Garn gesponnen werden. Die Stärke hängt von den Löchern der Düsen ab, die Länge davon, wie die Fäden geschnitten werden. Danach wird das Garn gestrickt oder gewebt, gefärbt und ausgerüstet. In diesen Schritten entscheiden sich Gewicht, Weichheit und Fall des Stoffes.

Rückgewinnung von Chemikalien

Moderne Anlagen gewinnen einen großen Teil der Chemikalien in einem geschlossenen System zurück, statt sie abzuleiten. Das betrifft Lauge, Schwefelverbindungen und Wasser. Das ist einer der wichtigsten Unterschiede zwischen älterer und neuerer Produktion, und er hängt von der Fabrik ab, nicht von der Pflanzenart. Das gilt auch für die Herstellung der Kleidung aus Bambus für Herren.

Was im fertigen Stoff zurückbleibt

Nach Ausfällung, Wäsche und Ausrüstung besteht die Faser aus Zellulose. Die Chemikalien sind im Prozess gebunden oder unterwegs ausgewaschen worden. Der fertige Stoff wird in der Regel auf Rückstände schädlicher Stoffe geprüft, genau das kontrollieren Systeme wie Oeko-Tex. Sieh dir die Produktinformationen bei den Bestsellern für Damen an und wasche neue Kleidung vor dem ersten Tragen.

Lyocell ist ein anderer Weg

Lyocell ist ein neueres Verfahren, bei dem die Zellulose direkt in einem organischen Lösungsmittel ohne Schwefelkohlenstoff gelöst wird. Das Lösungsmittel wird zum großen Teil zurückgewonnen, und das Verfahren hat weniger Schritte. Die Faser wird etwas fester und glatter. Viskose und Lyocell enden beide als reine Zellulose, doch der Weg dorthin ist verschieden.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es Chemikalienrückstände im fertigen Stoff

Fertig gewaschener Stoff enthält keine nennenswerten Rückstände. Oeko-Tex prüft genau darauf, und eine Wäsche vor dem ersten Tragen entfernt den Rest aus Produktion und Transport.

Ist Lyocell sauberer als Viskose

Das Lyocellverfahren nutzt ein Lösungsmittel, das zum großen Teil zurückgewonnen wird, und es hat weniger Schritte. Wie sauber eine Viskoseproduktion ist, hängt stark von der einzelnen Anlage ab.

Warum riecht neue Kleidung manchmal

Meist liegt es an Resten von Ausrüstung, Farbe oder Verpackung aus Lager und Transport. Der Geruch verschwindet in der Regel nach der ersten Wäsche bei normaler Temperatur.

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